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Hoerspiel Wettbewerb
 

KUNST

Ausstellungen
Eröffnung am 26. März um 19.00h
durch die Kulturreferentin Prof.Dr.Dr. Lydia Hartl
27. -30. März täglich geöffnet von 12.00h-18.00h,
31. März bis 6. April täglich geöffnet von 12.00h-21.00h,
an Veranstaltungstagen bis 24.00h
in den Kunstarkaden
Sparkassenstr. 3, 80331 München

Auch in den Kunstarkaden:
Kleine Buchausstellung mit herausragenden Titeln zum Thema "Literatur und Sport".

Schachboxen im Café
Innerhalb der Cafeteria, dem Herz des Festivalzentrums, wird der Comic "Äquatorkälte" von Enki Bilal in Form ausgewählter Panels gezeigt, zusätzlich wird erklärt, wie Schachboxen als literarischen Fiktion entstand und sich zum realen Sport entwickelte.
SPORTKOMMENTARE
Die Ausstellung SPORTKOMMENTARE präsentiert einige Positionen zeitgenössischer Kunst, die andere und zur üblichen Bedeutung verschobene Lesarten der bildlichen Repräsentation von Sport ermöglichen. Gezeigt werden Fotoserien und -installationen, Videoarbeiten, eine Installation mit Videos, Poster aus einem Künstlerbuch und Schmuckstücke.
Künstler und Künstlerinnen: Stefan Banz, Heike Baranowsky, Tina Bara/Alba D'Urbano, Christian Hoedl, Julia Loktev, Ingeborg Lüscher, Karen Pontoppidan, Olaf Unverzart, Silke Wagner, Weber&Schneider.
Kuratiert von: Andrea Naica-Loebell

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Zeitgenössische Kunstpositionen überprüfen die Selbstverständlichkeit, mit der wir die Bilder des Sports wahrnehmen. Sport-Accessoires und Medienbilder werden in verfremdetem Umfeld zu fragwürdigen Symbolen der sportlichen Heldenmythen und ihrer Identifikationsangebote und Heilsversprechen. Für die Ausstellung SPORTKOMMENTARE im Rahmen der Internationalen Frühjahrsbuchwoche München wurden exemplarische Arbeiten aus den Bereichen Künstlerbuch, Fotografie, Video und angewandte Kunst ausgewählt.


BanzBanz Stefan Banz
(Luzern, Schweiz) ließ zwei Jahre lang an verschiedenen Orten mehr als 350 Menschen ihr persönliches Bild von Muhammad Ali inszenieren und fotografierte sie in ihren Boxerposen. Seine Foto-Installation lässt in vergoldeter Umgebung 64 von ihnen gegeneinander antreten.
Stefan Banz, The Muhammad Ali's, 1999-2001


Baranowsky Heike Baranowsky
(Berlin/Bergen in Norwegen) Schwimmerin durchpflügt das Wasser - kein Startpunkt, kein Ziel, immer endlos voran, losgelöst von jedem Sinn. Reduktion auf den Körper und die Bewegung.
Heike Baranowsky, Schwimmerin (1:24), 2000, Courtesy Galerie Barbara Weiss, Berlin


Bara D'Urbano Vor Jahrzehnten waren sie Stars des DDR-Leistungsports, aber die Schwimmerinnen, die für die lebensgroßen Fotos von Tina Bara und Alba D'Urbano (Leipzig) wieder auf die Startblöcke gestiegen sind, haben sich nachhaltig verändert. Sie sind nicht mehr die strahlenden Siegerinnen, aber selbstbewusste Frauen, deren Körper längst ins Alltagleben zurückgekehrt sind.
Tina Bara/Alba D'Urbano, Siegerehrungen, 9-teilige Fotoarbeit, je 187 x 72 cm, und LED-Band, 2003, Courtesy Galerie Christa Burger München und Künstler

Hoedl
Für seine klarlinigen Sportbroschen verwendet Christian Hoedl (München) nur beste Materialien. Die Schmuckstücke zitieren auf edelste Weise verschiedene Elemente der Sportmode.
Christian Hoedl, Sportbrosche No.09, Material: Seide, Edelstahl, (c) Otto Künzli, Christian Hoedl



Loktev Krafttraining ist anstrengend und den intensivsten Ausdruck der Strapaze auf den Männergesichtern hielt Julia Loktev (New York) in einem Fitnessstudio fest. Es ist erstaunlich, wie Lust und Schmerz sich ähneln.
Julia Loktev, Press Shots, Video, 2001, Courtesy Galerie Jesco von Puttkamer, Berlin


Luescher Ein Fußballspiel zwischen den Schweizer Clubs Grasshoppers Zürich und FC St. Gallen - Ingeborg Lüscher (Tegna, Schweiz) hat allen Spielern Maßanzüge verpasst und die vertrauten Rituale auf dem grünen Rasen wirken plötzlich wie ein archaischer Männerkampf in der Business-Welt.
Ingeborg Lüscher, 'Fusion' 2001, Courtesy Ingeborg Lüscher und videoart.ch

Pontoppidan
Die Broschen mit Sportmotiven der in München lebenden dänischen Schmuckkünstlerin Karen Pontoppidan sind ihrer Form nach Schmuck, die darauf gezeigten Bilder sträuben sich allerdings dagegen, nur zu schmücken.


Unverzart Eine der legendären Bergetappen der Tour de France. Olaf Unverzart (München) fotografierte den 2360m hohen Pass ohne die Radrennfahrer. Er nimmt sich Zeit und sucht die Spuren der Sportler in der Landschaft, ganz ohne die Aufregungen der Wettkampfsituation.
Olaf Unverzart, Col de Izoard, aus der Serie: Tour de France, 2005

Wagner
Wie popiges, buntes Geschenkpapier wirken die Poster von Silke Wagner (Frankfurt/Rotterdam), für die sie die Wappen verfeindeter Fußballclubs friedlich und dekorativ miteinander vereinte.
9 Poster von Silke Wagner, aus: "home and away", Künstlerbuch von Silke Wagner und Stefan Wieland, Revolver Archiv für aktuelle Kunst, Frankfurt a.M. 1998


Weber Schneider Das Künstlerduo Weber&Schneider (Sonya Horn und Tina Schneider, Stuttgart /Tokio /Göppingen) stellt in seiner Videoinstallation "Wimbledon" zwei Fernseher auf eine Spielfeldmatte gegenüber, auf den Bildschirmen sind zwei Frauenköpfe zu sehen, die periodisch wiederkehrend die für viele Tennisspielerinnen typischen Stöhnlaute ausstoßen. Aber die Anstrengung wird nicht sichtbar, da ist kein Ball, kein Schläger, kein Aufschlag und kein Match. Nur medial vermittelte, sexuell anmutende Urschreie.
Weber&Schneider, Screenshots: Wimbledom, 2000

Für die Unterstützung der Ausstellung SPORTKOMMENTARE herzlichen Dank an die Galerie Christa Burger (München).