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SPORTSCHAU - Das Filmprogramm zur Internationalen Frühjahrsbuchwoche im Neuen Arena Filmtheater
> Freitag, 24.03.06, 10 Uhr

Sumo Bruno
Regie: Lenard Fritz Krawinkel
Buch: Lenard Fritz Krawinkel und J. Berger
Mit Hakan Orbeyi, Oliver Korittke, Julia Richter u.a.
Länge: 96 min., Deutschland, 2005

Inhalt:
Bruno (Hakan Orbeyi) ist schüchtern, unglücklich und einsam. Kein "Wunder" - denn Bruno wiegt 200 Kilo, ist 30 Jahre alt, "gelernter" Schrankenwärter im sächsischen Riesa und seit zwei Monaten zudem noch arbeitslos. Seither verkriecht er sich in seiner Wohnung, stopft sich mit Chips und anderem Fast Food voll und wenn mal wieder der Gerichtsvollzieher bei ihm klingelt, tut er so, als sei niemand zu Hause. Sein Kumpel Kalle (Oliver Korittke) hat grade bereits zum dritten Mal in diesem Jahr seinen Job verloren - aber noch nicht die Hoffnung. Mit "Pseudo-Guccis" und nachgemachter Porsche-Panorama-Sonnenbrille träumt er immer noch vom ganz großen Wurf - und der scheint gar nicht mal so fern:
Zum ersten Mal in der 1500-jährigen Geschichte des Sumo-Ringens findet eine Amateur-WM außerhalb Japans statt - und das ausgerechnet in Riesa, der "Partnerstadt von Tschernobyl". Kalle ist sich sicher, dass Bruno den Wettkampf locker gewinnen wird - und nebenher kann er dann sicher mit selbstgedruckten T-Shirts noch die eine oder andere Mark zusätzlich machen - ein perfekter Plan! Mit einem einzigen winzigen Haken: Bruno weiß noch nichts von seinem Glück und fühlte sich bislang auch noch nie zum Sumo-Ringen berufen ... Daher schleppt Kalle seinen Freund an dessen 30. Geburtstag in Riesas drittklassige Disco, wo an diesem Abend nicht nur der übliche Wet-T-Shirt-Contest, sondern auch ein Sumo-Kampf ausgetragen wird.

Stimmen:
"Sumo Bruno" steht und fällt vor allem mit seinem Hauptdarsteller: Hakan Orbeyi spielt die Titelfigur mal kämpferisch, meist aber sensibel und teilweise sogar traurig-depressiv - ein "Fleischklops", den man einfach lieb haben muss. Um ihn herum entwickelt sich die typische Geschichte eines "Losers", der einmal im Leben eine große Chance hat - und dem dann plötzlich die eigenen Gefühle im Weg zu stehen scheinen ..."
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> Donnerstag, 30.03.06, 10 Uhr

Kanalschwimmer
Buch und Regie: Jörg Adolph
Länge: 98 min, Deutschland, 2004

Inhalt:
Quallen, Algenfelder, riesige Containerschiffe, jede Menge Dreck, unberechenbare Strömungen und 16 Grad kaltes Salzwasser. Die 33 Kilometer vom englischen Dover nach Calais an der französischen Küste gelten als Mount Everest der Langstreckenschwimmer. Der Dokumentarfilm "Kanalschwimmer" begleitet drei Schwimmer bei ihren dramatischen Versuchen, den Ärmelkanal zu durchqueren. Ein Abenteuerfilm über eine mythische Wasserstrecke, filmische Erkundungen über menschliche Passionen.

Ein Schwimmer im offenen Meer. Die Menschen auf dem Begleitboot beobachten ihn sorgenvoll. "Er sieht nicht gut aus", meint der Kapitän. "Mir ist kalt", sagt der Schwimmer. Mitten im Ärmelkanal zwischen England und Frankreich: Jose Mataafá aus Samoa schwimmt seit 10 Stunden im 16 Grad kalten Wasser. Jetzt verlässt José die Kraft. Alle können das sehen. Nur er selbst will es nicht wahrhaben. Er scheint die Orientierung verloren zu haben: "Sagt mir wo ich hin schwimmen soll?" José kann noch nicht aufgeben. Er hat sich zulange auf diesen Tag vorbereitet. Trainiert, gespart, geträumt - "Ich habe noch Energie", ruft er und bekommt beim Kraulen doch kaum mehr seine Arme aus dem Wasser. Es dauert bis der Kapitän und seine Crew ihn überreden können, an Bord zu kommen. So beginnt der Film. Der Dokumentarfilm "Kanalschwimmer" beobachtet - nach Josés Abbruch - zwei gegensätzliche Schwimm-Typen auf ihrem Weg durch den englischen Kanal. Den 60jährigen Kanadier Bryan Finlay: ein wahrer Schwimmromantiker. Und den deutschen Hochleistungssportler Christof Wandratsch, zweifacher Europameister und seit über 15 Jahren einer der weltbesten Langstreckenschwimmer. Christof Wandratsch ist eine nahezu perfekte Kraulmaschine, dabei aber seltsam wasserscheu. Mit seinem hochenergetischen Trainer Stefan Hetzer wird die ein Jahr andauernde Vorbereitung völlig auf die Unterbietung der Weltrekordzeit von 7 Stunden 17 Minuten ausgerichtet. Stefan Hetzer sagt: "Die meisten Menschen schwimmen ja nicht, sie kämpfen lediglich gegen das Ertrinken." Hetzer blickt zurück auf seine Zeit als erfolgreicher DDR-Trainer. Er sagt, er hat "über 40 Welt- und Europarekorde produziert". Der Weltrekord am Kanal wäre eine schöne Zugabe. Für den anderen Schwimmhelden Bryan Finlay ist das Kanalschwimmen ein lang gehegter Lebenstraum. Bryan ist ein Brustschwimmer der alten Schule und sein Versuch wird ihn über 21 Stunden im Wasser führen. Ein von Seekrankheit begleiteter Slalom durch Kälte und Finsternis. Der Film stellt aber auch den "King of the Channel" vor den Engländer Mike Read der 32mal durch den Kanal gekrault ist. Er hat für Christof Wandratschs kühl kalkuliertes "Unternehmen Weltrekord" nicht viel Verständnis, dafür aber zehn elementare Regeln parat , die sich bei Wandratschs Rekordjagd nach und nach bewahrheiten werden: Die 33 Kilometer zwischen Dover und Calais gelten als der Mount Everest der Langstreckenschwimmer. Nur dass viel mehr Menschen den höchsten Berg der Welt erklettert haben, als durch den Kanal geschwommen sind kaum 700, ein exklusiver Club. In den Sommermonaten treffen sich an der Küste Englands Menschen aus aller Welt, um dem legendären Kapitän Webb, der 1875 als Erster den Ärmelkanal durchschwommen hat, nach zu eifern. Das gelingt nur wenigen, denn das wechselhafte Wetter, das kalte Wasser und die gewaltige Gezeitenströmung in der Meeresenge, machen den Kanal zu einem unberechenbaren Schwimmabenteuer - zu einer mythischen Strecke Wasser.
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> Freitag, 31.03.06, 10 Uhr

Elefantenherz
Buch und Regie: Züli Aladag
Mit Daniel Brühl, Manfred Zapatka u.a.
Länge: 100 min., Deutschland, 2001
Ab 12

Inhalt:
Der junge Marko lebt in völlig kaputten familiären Verhältnissen in einer Hochhaussiedlung irgendwo im Ruhrpott. Marko will raus aus dem ganzen Elend, weg von all dem Dreck. Seine große Leidenschaft ist der Boxsport. Eines Tages kriegt er die Chance seines Lebens - mit dem Angebot, Profiboxer zu werden.

Stimmen:
Sensibles Boxerdrama, das vor allem dank der beiden zentralen, präzise gestalteten und intensiv gespielten Charaktere überzeugt, deren seelische Befindlichkeiten, Nöte und Hoffnungen sich reizvoll in atmosphärisch dichten Stimmungsmomenten spiegeln.
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