Internationale Frühjahrsbuchwoche München
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Pressestimmen (Auswahl) zur 12. Internationalen Frühjahrsbuchwoche 2001,
"Fiction & Science"

 
 

Literatur von heute ist dem reinen Papierkram längst entwachsen. Die Frühjahrsbuchwoche vereint klassische Lesungen mit Diskussionen, Podiumsgesprächen, Partys und Konzerten. In dem klug zusammengestellten Programm glänzen "High-Tech-Thrill" ... Lightman in der Sternwarte oder eben auch der Hacker-Hunter Clifford Stoll ...

Kulturnews, März 2001



Wie selten zuvor greift die Internationale Frühjahrsbuchwoche diesmal den aktuellen Zeitgeist auf, philosophiert über den neuen, weil gläsernen Menschen, die Quantenteleportation, Gehirnchips ... enthemmte Robotermaschinen, mathematisch chiffrierte Botschaften, künstliche Zellen und den langsam schon etwas vergilbten Glamour des Cyberspace.

In München, März 2001



Literatur und Wissenschaft, oberflächlich betrachtet ein äußerst trockenes Thema, das sich die diesjährige Frühjahrsbuchwoche da gewählt hat. Literaturgeschichte, das war schon immer auch Technikgeschichte. Gleichzeitig kommt die Wissenschaft bei der Vermittlung ihrer Erkenntnisse nicht ohne fiktionale Elemente aus. Eben dieses Wechselspiel ... lotet das ambitionierte Programm der Buchwoche aus und nähert sich dem vordergründig rein akademischen Subjekt dabei auf ebenso unterhaltsame wie vielfältige Weise.

Münchner Stadtmagazin, März 2001



Seltsame Dinge passieren in der Stadt: Im Café Ruffini gerät ein gentechnisch veränderter Pilz außer Kontrolle, im Atomic Café wütet ein tödlicher Virus, in der Volkssternwarte wird Albert Einstein zum Leben erweckt ... und das lothringer13 hebt ab zur Space-Night ... Willkommen in der Zukunft: Mit dem Thema "Fiction & Science" ist die 12. Internationale Frühjahrsbuchwoche am Puls der Zeit.

Prinz, März 2001



Heute Abend wird der literarische Veranstaltungsmarathon eröffnet, bei dem es um das Verhältnis von Wissenschaft und Literatur geht. Inspirieren Romane die Forcher oder umgekehrt? Ist Wissenschaft ein Mythos? Wie schreibt man im Zeitalter von Gen-Rausch und Klonschafen? Brandaktuelle Fragen, über die sich in den nächsten zwei Wochen 30 Schriftsteller den Kopf zerbrechen werden.

tz, 7.3.2001



Gewünscht waren von den Veranstaltungsmachern Einsichten in das Wesen eines schweirigen Verhältnisses, so es überhaupt noch eines ist: das zwischen Naturwissenschaft und Literatur nämlich. Anders gesagt: München machte sich auf den Weg zur derzeit oft beschworenen dritten Kultur. Angekommen ist man nicht. Die Versöhnung des Wissens fand nicht statt, das "und" als Zentrum der Veranstaltung ließ sich nicht einlösen.

Die Welt, 13. 3. 2001



... Gemeint ist die Frühjahrsbuchwoche, deren diesjähriges Motto "Fiction & Science" gegenüber einem treuen Belletristikpublikum fast schon wie ein Sakrileg anmuten muß. Nicht nur das Thema, auch die Präsentationsform ist ungewohnt: Neben den traditionellen Einzellesungen in Buchhandlungen soll vor allem innerhalb von Podiumsgesprächen über Rolle und Selbstverständnis der Wissenschaft diskutiert werden...
Den Mut zum Kontext aber zu "optimalen Leistungen im Verbund mit anderen", an den er (Hans-Peter Dürr) gegenüber seinen Fachkollegen so eindringlich gemahnte ,haben zumindest die Veranstalter der diesjährigen Frühjahrsbuchwoche mit ihrer interdisziplinären Themenstellung fürs erste bewiesen.

Neue Zürcher Zeitung, 15.3.2001



... zumeist verhält es sich ja so, daß Wissenschaft gerade da interessant wird, wo sie noch nicht immer gelingt oder bereits in Form von angewandter Technik im alltäglichen Unbewußten versickert sit. Dort, wo sie Visionen entwickelt, die über die Selbstverständlichkeiten des ästhetischen, politischen, moralischen Konsenses hinausgreifen, Denktabus überschreitet und Utopien entfesselt wo sie Literatur wird. Daß dies auch im Interesse der Wissenschaft liegt, scheint klar. Denn wo sie verstanden werden will, wo sie Diskussionen auslösen möchte, muß sie die Labors und Kongresse verlassen, müß populär und verständlich argumentieren.
Insofern hatten die Organisatoren der Münchner Frühjahrsbuchwoche den richtigen Instinkt bewiesen, als sie "Fiction & Science" zum Thema wählten und dafür nicht nur Schriftsteller, sondern vor allem Wissenschaftler einluden, ihr poetisches, denk-schöpferisches Vermögen unter Beweis zu stellen.

Frankfurter Rundschau, 17.3.2001



Sie sollte "kein Fachseminar" werden nach dem Willen der Veranstalter – und wurde auch keins. Zwischen den Vertretern der Naturwissenschaft und Literatur, zwischen science und fiction ist es auf der 12. Internationalen Frühjahrsbuchwoche zum Austausch sehr wohl gekommen, und auch wenn nicht jede Diskussion so fruchtbar lief wie erwünscht: Die Gegensätze zogen sich an. Unterschiede wurden nicht wett-, sondern in der Auseinandersetzung deutlich gemacht. Zwar schrieb keiner der anwesenden Wissenschaftler wie Werner Heisenberg einst Gedichte, um die Unschärferelation zu veranschaulichen, aber dafür warteten Ian Wilmut oder Alan Lightman mit interes-santen und unterhaltsamen Beiträgen auf, die alles andere waren als trockene Theorie. Im Vordergrund standen, natürlich, die Autoren. Schriftsteller vom Schlage eines Harry Mulisch, die seitab wunderbar über was auch immer sinnieren konnte ...

Bayerischer Rundfunk, Kultur aktuell, 21.3.2001