Internationale Frühjahrsbuchwoche München
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Pressestimmen (Auswahl) zur 10. Internationalen Frühjahrsbuchwoche 1999,
"Letras vivas – Literatur aus Spanien"

 
 
Unter dem Titel "Letras vivas" versammelt die zehnte Internationale Frühjahrsbuchwoche in München - veranstaltet vom Kulturreferat und dem Instituto Cervantes – die nahezu geschlossen auftretende Elite der spanischen Literatur aus drei Generationen und vier Sprach- und Kulturräumen: eine Stimmenvielfalt, die den meisten der jährlich 47 Millionen Spanientouristen leider entgeht ...
Eine geballte Ladung Kultur gegen das ewige Klischee von Sonne, Stierkampf und Flamenco.

Abendzeitung, 10. Februar 1999



Schon das jetzt vorliegende Programm der zehnten Internationalen Frühjahrsbuchwoche in München mit dem Schwerpunkt "Letras vivas – Literatur aus Spanien" macht ausgesprochen neugierig. Mit beachtlicher profunder Unterstützung vom Spanischen Kulturinstitut konzipierten das Münchner Kulturreferat und der Verein Bayern liest nicht nur die Serie von Lesungen inklusive Gesprächen, sondern auch die Vorführungen von Filmen und einer Theaterproduktion. Außerdem gibt es Diskussionen zu aktuellen Themen ...

Münchner Merkur, 10. Februar 1999



Im Zeichen Spaniens steht die zehnte Münchner Frühjahrsbuchwoche unter dem Motto "Letras vivas". Zu den rund vierzig Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen und Filmvorführungen werden zahlreiche namhafte spanische Autoren erwartet.

Stuttgarter Zeitung, 5. März 1999



Den Veranstaltern der Frühjahrsbuchwoche ist etwas wirklich Seltenes gelungen: ein Programm aufzustellen, das in seiner Vielfalt einen repräsentativen Querschnitt bietet, thematisch äußerst kohärent bleibt und obendrein kaum einen wichtigen Namen der Gegenwartsliteratur in Spanien vermissen läßt.

Applaus, März 1999



Daß Spanien nicht nur blühende Landschaften, sondern auch eine reiche Kulturszene zu bieten hat, spricht sich allmählich herum. Ein Indiz dafür ist, daß sich die von Kulturreferat und Instituto Cervantes organisierte Internationale Frühjahrsbuchwoche in diesem Jahr der spanischen Literatur widmet. Neben berühmten Schriftstellern wie Jorge Semprún und Javier Marías sind auch hierzulande unbekanntere und jüngere Autorinnen und Autoren zu Lesungen und Diskussionen eingeladen... Da einige der Lesungen bereits fast oder ganz ausverkauft sind, empfiehlt sich telefonische Anmeldung bei den jeweiligen Veranstaltern. Denn ob ein locker geschmettertes "Holá, qué tal?" am Eingang ausreichend beeindruckt, ist doch eher fraglich.

Süddeutsche Zeitung, 11. März 1999



Spanien, wir kommen? Diesmal war die Richtung der Reisenden umgekehrt: Zwanzig Autorinnen und Autoren aus Barcelona und Madrid, dem Baskenland und Galizien waren in den vergangenen zwölf Tagen in München zu Gast und dominierten das literarische Leben. Nun ist es ja nicht so, daß in München literarisch sonst nichts los wäre; die Konzentration der jährlichen Frühjahrsbuchwoche auf ein Thema zieht das Publikum jedoch immer wieder magisch an... Aus dem sonst überwiegenden Gemischtwaren-Angebot sticht diese Schwerpunkt-Veranstaltung immer wieder positiv heraus.

Süddeutsche Zeitung, 20. März 1999



Er kam, sah und hustete: Javier Marías’ mißglückter Leseversuch vor 350 Zuschauern im Literaturhaus ... war der einzige Mißklang in den knapp zwei Programmwochen der 10. Internationalen Frühjahrsbuchwoche ... Andere Autoren hatten weniger Redehemmung, die Dolmetscher wurden bis an die Grenzen (und darüber hinaus) gefordert, aber die Bilanz der Buchwoche ist positiv. Der Publikumszuspruch war riesig. Daß auch Veranstaltungen zum "Wandel der spanischen Gesellschaft" oder zur "homoerotischen spanischen Lyrik" ausverkauft waren, spricht für die Akzeptanz der Buchwoche in der Stadt.

Abendzeitung, 22. März 1999



Als Dichter-Leser allerdings befanden sich diese Autoren auf fremder Bühne. Zwar kennt man in Spanien die "tertulias", eine alte Tradition intellektueller und literarischer Zirkel ... Auftritte vor öffentlichem Publikum mit Honoraren jedoch gibt es keine. Und so zeigte sich selbst der Publikumsliebling und Planeta-Preisträger Juan Manuel de Prada in München erstaunt, wie viele Menschen gekommen und auch noch bereit gewesen waren, für eine "bloße Rezitation" Eintritt zu zahlen. ...
Auch bei den Frühjahrsbuchwoche beherrschten zuletzt Gespräche und Diskussionen die einzelnen Veranstaltungen. Weit lieber als auf Lesebühnen bewegten sich die spanischen Gäste auf dem ihnen vertrauten Terrain des öffentlichen Wortgefechts. In diesen Debatten allerdings wurden weniger ästhetische Fragen oder Probleme literarischen Schreibens verhandelt. Vielmehr nutzte man die Situation, um aus unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen, sprach von Geschichte und Politik des Heimatlandes.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. März 1999



Rund 20 iberische Autoren waren zu Lesungen und Diskussionen in die Landeshauptstadt gekommen, um die Literatur ihres Landes vorzustellen. Und wenn man sich schon in den vergangenen Jahren über mangelnden Erfolg nicht beklagen konnte, so war das Publikumsinteresse heuer so groß, daß für viele Veranstaltungen bereits im Vorfeld keine Karten mehr zu bekommen waren. ... So wurde in diesem Jahr besonders deutlich: Gerade weil die Frühjahrsbuchwoche dem Publikum in der Begegnung mit den Autoren die Möglichkeit gibt, ganz unangestrengt die Innenperspektive fremder Länder und Menschen kennenzulernen, leistet sie einen wichtigen Beitrag zu deren tieferem Verständnis.

Bayerische Staatszeitung, 26. März 1999



Warum sollten sich die Münchner in diesem Frühjahr ausgerechnet für die Literatur aus Spanien interessieren? Wer jemals mit der Vorbereitung sogenannter Länderschwerpunkte zu tun hatte, der weiß, daß auch ein attraktives Land mit interessanten Autoren und spannenden Texten den Erfolg nicht garantieren kann. Die 10. Internationale Frühjahrsbuchwoche in München jedoch war mehr als ein Erfolg. Seitdem Spanien 1991 Gastland bei der Frankfurter Buchmesse war, hat es in Deutschland keine derart umfassende Präsentation der Autoren und Werke mehr gegeben.

Börsenblatt, 9. April 1999