13. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2004
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Vera Anatol’evna Pavlova


Vera Pavlova wurde1963 in Moskau geboren. Sie absolvierte das Schnittke Musik-Kolleg sowie das Gnesin-Instiut und spezialisierte sich auf Musikgeschichte. Bis zu ihrem 18. Lebensjahr wollte sie Komponistin werden, gleichzeitig arbeitete sie als Fremdenführerin im Shaliapin Museum, dann begann sie zu schreiben und veröffentlichte zunächst Aufsätze über Musik. Über zehn Jahre lang sang sie im Kirchenchor. Mit 20, nach der Geburt der ersten Tochter entstanden erste Gedichte, erste Veröffentlichungen ein paar Jahre später, als die zweite Tochter unterwegs war, in der monatlichen Literaturausgabe von »Yunost«. Die erste größere Sammlung ihrer Gedichte Nebesnoye Zhivotnoye, dt. Himmelstier erschien 1997. Seitdem hat sie sieben Gedichtbände veröffentlicht, u. a. Sovershennoletiye (2001), dt. etwa Früchte der Jahre mit 800 Gedichten, die über einen Zeitraum von 18 Jahren entstanden. Berühmtheit erlangte sie mit dem Erscheinen von über 72 Gedichten in der Zeitschrift »Segodnia«, seither gilt sie als literarischer maniac.

Vera Pavlova schreibt nach dem Gehör, und sinnfällig klingt der Vortrag ihrer Gedichte weniger wie eine Rezitation, sondern wie Gesang. Im Jahre 2000 erhielt sie den Apollon-Grigori’ev-Preis für Literatur, den angesehensten Literaturpreis, den die Russische Akademie für Literatur für das beste Buch des Jahres vergibt. Ihre Gedichte wurden in vielen Zeitungen und in fast allen bedeutenden Zeitschriften veröffentlicht und mittlerweile ins Englische, Deutsche, Französische, Italienische, Tschechische, Finnische und Aserbaidschanische übersetzt. In die Rubrik »Beruf« schreibt sie gleichwohl noch immer: Musikerin.
Dichtung und Musik: Schwestern – Rivalinnen, das ist das Spannungsfeld, in dem Pavlova selbst steht und in dem sie die russische Lyriktradition sorgsam erforscht hat.


Im Rahmen des Symposions »Literatur und Musik – Konkurrenz oder Symbiose« am 13.3. im Literaturhaus:
Vera Pavlova im Gespräch mit Ilma Rakusa



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