13. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2004
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AutorInnen, Komponisten, Ensembles (Porträts)
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KÜNSTLER, GESPRÄCHSPARTNER, MODERATOREN

Zoro Babel,
geb. 1967, Kompositionen und Projekte für Theater, Hörfunk, Ausstellungen, Performances und Festivals, außerdem Klangregie und audiovisuelle Konzeption für zahlreiche Veranstaltungen im Bereich der Neuen Musik. Zusammenarbeit mit Dieter Schnebel und Josef Anton Riedl, mit Niki Bell und Michael Lentz. Mehrere Auszeichnungen und Stipendien.

Vykintas Baltakas,
geb.1972 in Wilna, Studium an der Musikakademie Vilnius, danach an der Karlsruher Musikhochschule bei Wolfgang Rihm (Komposition) und Andreas Weiss (Orchesterleitung). 1997 besuchte er die Kompositionsklasse von Emmanuel Nunes am Pariser Conservatoire. 1994-97 Assistenz bei Peter Eötvös. Mehrere hochrangige Kompositionsstipendien. Uraufführung seiner neuen Oper Cantio auf der Biennale 2004 in München.

Juliane Banse
,
Gesangsstudium u.a. bei Brigitte Fassbaender und Daphne Evangelatos. Zahlreiche Preise und Stipendien. Nach ihrem Debüt 1989 als Pamina in Die Zauberflöte an der komischen Oper Berlin weltweite Einladungen. Seit 1999 an der Münchener Staatsoper. Arbeitete u.a. mit Claudio Abbado, Sir Simon Rattle, Lorin Maazel.

Thomas E. Bauer
(Bariton) und Uta Hielscher (Klavier)
gastieren bei renommierten Konzertreihen wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den St. Petersburg White Nights u.v.m. Sie haben bisher drei vielbeachtete CDs mit den Liedern von Schumann, Mahler und Richard Strauss vorgelegt. Gastdozenten für deutsches Kunstlied u.a. an den Hochschulen von Lyon, Damaskus, Tunis und Nowosibirsk.

Pieke Biermann
schreibt Krimis, Essays, Radiofeatures, Artikel. Hochgelobte Übersetzungen aus dem
Englischen u. Italienischen. 1991, 1994, 1998 Deutscher Krimipreis für ihre Romane Violetta, Herzrasen und Vier, fünf, sechs.

Dieter Borchmeyer
,
geb. 1941 in Essen, studierte Germanistik und Theologie; 1982-88 Professor für Theaterwissenschaft in München. Seit 1988 Ordinarius für Neuere deutsche Literatur und Theaterwissenschaft an der Universität Heidelberg. Exzellenter Kenner der Musikgeschichte vor allem des 19. Jahrhunderts, zahlreiche Veröffentlichungen u.a.: Nietzsche und Wagner, Stationen einer epochalen Begegnung (1994); Goethe, Mozart und die »Zauberflöte« (1994); Richard Wagner. Ahasvers Wandlungen (2002).

Violeta Dinescu,
geb. 1953 in Rumänien, studierte Komposition, Klavier und Pädagogik in Bukarest. Seit 1980 Konzertaufführungen und Rundfunkaufnahmen. 1982 Übersiedlung in die BRD. Seit 1996 Professur für angewandte Komposition an der Universität Oldenburg; Lehraufträge und Gastvorlesungen an amerikanischen Universitäten. Für ihr kompositorisches Werk zahlreiche internationale Preise.

Moritz Eggert,
geb. 1965 in Heidelberg, studierte Klavier und Komposition. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der Klavierzyklus »Hämmerklavier«. Schwerpunkte: Orchester- und Kammermusik und Musiktheater. Mehrfache Auszeichnungen als Interpret und Komponist.

Jens Malte Fischer,
geb. 1943 in Salzburg, studierte Germanistik, Geschichte, Musikwissenschaft und Gesang. Seit 1989 Professor für Theaterwissenschaft in München. Beschäftigte sich insbesondere mit der Fin-de-siècle-Kultur um 1900 und der Geschichte und Analyse der Oper. Veröffentlichungen u.a.: Richard Wagners »Das Judentum in der Musik« (2000), Gustav Mahler. Der fremde Vertraute (2003).

Dietrich Fischer-Dieskau
,
geb. 1925 in Berlin, »bester Liedersänger der Welt« (Times). 1947 erster Liederabend, 1948 Engagement als lyrischer Bariton an der Städtischen Oper Berlin, später ständiger Gastsänger in Bayreuth und Salzburg. Zahllose Einspielungen von Schubert- und Schumann-Liedern, aber auch Engagement für zeitgenössische Komponisten wie H.W. Henze und Aribert Reimann. Seit 1992, dem Ende seiner Konzerttätigkeit widmet er sich als Lehrer, Dirigent, Rezitator und Buchautor der Musik. Veröffentlichungen u.a.: Töne sprechen, Worte klingen (1985), Die Welt des Gesangs (1999); Franz Schubert und seine Lieder (1999); Musik im Gespräch (2003).

Walter Helmut Fritz,
geb. 1929 in Karlsruhe. Neben Essays und Hörspielen vor allem Lyrik und erzählende Prosa. Einer der bedeutendsten Lyriker der Gegenwart; Veröffentlichungen zuletzt: Ausgewählte Gedichte und Prosa (1999); Maskenzug und andere Gedichte (2003).

Lydia Hartl, Prof. Dr. med., Dr. phil. (Psychologie);
seit 1994 Professorin an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, seit 1999 an der Université d’Orléans; 2002 Honorarprofessur für Allgemeine Psychologie an der LMU. Seit 2001 Kulturreferentin der LH München. Veröffentlichungen zu Themen der Neurowissenschaften, Medien- und Kulturwissenschaften sowie zur Musik.

Martin Hielscher
,
geb. 1957, Autor, Übersetzer und Verlagslektor; Veröffentlichungen: u.a. das Autorenbuch über Wolfgang Koeppen; Lehrtätigkeiten u.a. an der Washington University in St. Louis und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Seit 2001 Programmleiter Belletristik beim Verlag C.H. Beck.

Wilfried Hiller,
geb. 1941, studierte u.a. Klavier, Komposition und Opernregie, Schüler Carl Orffs. Seit 1971 Musikredakteur beim BR; seit 1993 lehrt er Komposition am Richard-Strauss-Konservatorium München. Zusammenarbeit u.a. mit Michael Ende (Der Goggolori), Rudolf Herfurtner (Eduard auf dem Seil, Pinocchio). Schrieb zahlreiche Bühnenwerke, Kammermusik, Solokonzerte sowie Chor- und Orchesterwerke.

Sir Peter Jonas,
geb. 1946 in London, ist seit 1993 Intendant der Bayerischen Staatsoper. Er studierte Englische Literatur u. Musikgeschichte mit Schwerpunkt Oper. 1974 als Assistent von Sir Georg Solti zum Chicago Symphony Orchestra; 1976 ebd. künstlerischer Betriebsdirektor. Zusammenarbeit mit den weltbesten Dirigenten, Sängern, Instrumentalsolisten sowie Komponisten. Für seine Verdienste um die Oper verlieh ihm Königin Elizabeth II. 1991 den Titel eines »Commander of the British Empire« und erhob ihn 1999 in den Adelsstand.

Michael Krüger,
geb. 1943, lebt in München. Verleger des Carl Hanser Verlags und Schriftsteller; Herausgeber der Reihe Akzente, Veröff. zahlreiche Erzählungen, Gedichte u. Romane, zuletzt: Die Cellospielerin (2000); Das falsche Haus. Eine Novelle (2002).

Siegfried Matthus,
geb. 1934, Komponist; Meisterschüler von Hanns Eisler; 1964 Berater für zeitgenössische Musik an der Komischen Oper Berlin (Zusammenarbeit mit Walter Felsenstein, Götz Friedrich und Harry Kupfer). 1985 Ernennung zum Professor; seit 1991 künstlerischer Leiter der Kammeroper Schloß Rheinsberg.

Siegfried Mauser,
geb. 1954, studierte Klavier, Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte. Konzerte und Schallplatteneinspielungen als Solist und Kammermusiker im In- und Ausland. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Musikästhetik und Musikgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts. Seit 2003 Rektor der Hochschule für Musik und Theater München.

Thomas Meinecke,
geb. 1955, studierte Theater-, Literatur- und Kommunikationswissenschaften. Schreibt für DIE ZEIT und Rundfunkanstalten. Mitglied der Band F.S.K.. Mehrere Romane, u.a. The Church of John F. Kennedy (1996); Tomboy (1998), Hellblau (2001).

Peter Horst Neumann
,
geb. 1936, Studium der Germanistik, Philosophie, Musik- und Kunstwissenschaft, 1968–2001 Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte in Fribourg (Schweiz), Gießen und Erlangen. Veröff. zu Literatur (Jean Paul, Paul Celan) und Musik sowie mehrere Gedichtbände, u.a. Die Erfindung der Schere (1999).

Hanns-Josef Ortheil,
geb. 1951, lebt in Stuttgart. Schriftsteller; Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Uni Hildesheim; zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Thomas-Mann-Preis 2002. Zahlreiche Erzählungen, Essays, v.a. Mozart im Innern seiner Sprachen (1982), Romane, u.a.: Faustinas Küsse (1998), Die Nacht des Don Juan (2000), Die grosse Liebe (2003).

Vera Anatol’evna Pavlova,
geb. 1963 in Moskau, Musikerin und Dichterin, lebt dort. Studium am Schnittke Musik-Kolleg mit dem Ziel, Komponistin zu werden. Begann mit zwanzig, Gedichte zu schreiben; seither Veröffentlichungen von sieben Lyrikbänden, u.a. Sovershennoletiye (2001) mit 800 Gedichten, die über einen Zeitraum von 18 Jahren entstanden waren.

Ilma Rakusa,
geb. 1946 in der Slowakei, studierte Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und Leningrad. Musikalische Ausbildung, Konzerte; eine der besten Kennerinnen der russischen Literatur, lehrt an der Universität Zürich, schreibt
Literaturkritiken (u.a. für die NZZ und DIE ZEIT), übersetzte u.a. Marguerite Duras, Marina Zwetajewa). Veröffentlichungen zu Kultur- und Literaturgeschichte, Gedichtbände und Erzählungen, zuletzt Love after love. Acht Abgesänge (2001).

Das Rosebud Trio
sind: Till Martin (Saxophon), Gerhard Gschlößl (Posaune) und Geoff Goodman (Gitarre). Das Trio steht in der Tradition von Jimmy Giuffre, der schon in den 50er Jahren mit Bob Brookmeyer und Jim Hall in der ungewöhnlichen Kombination Saxophon, Posaune, Gitarre Jazz-Geschichte geschrieben hat. Diese Tradition erweitern die drei Musiker mit ihrem zeitgenössischen Konzept – ein Mix aus Überblendung und Transparenz.

Harald Rüschenbaum Jazz Orchestra:
Harald Rüschenbaum führt vom Schlagzeug aus sein Ensemble: vier Trompeten, vier Posaunen, fünf Saxophone, Piano, Schlagzeug und Baß. Repertoire vom swingenden Mainstream, Blues, Bebop und Balladen über Latin Music, Salsa bis zu Avantgarde-Experimenten und Eigenkompositionen. Mit seinem Quartett präsentiert der Bigbandleader eine »Band within the Band« (Andrea Hermenau/Piano, Andreas Kurz/Baß, Harald Rüschenbaum/ Schlagzeug; Peter Tuscher/Trompete).

Jay Rutledge,
in den USA geboren, in Bayern aufgewachsen, studierte Ethnologie in München und Berlin; Journalist u. Moderator. Produzent von Africa Raps und Globalista für Trikont und Dakar Raps für Greenpeace; seit 2002 Veranstalter der Konzertreihe Urban African Sounds.

Albert von Schirnding,
geb. 1935, war nach dem Studium der Alten Sprachen und der Germanistik als Gymnasiallehrer tätig. Schriftsteller, Kritiker; seit 1991 Direktor der Literaturabteilung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Schreibt Gedichte und Prosa, Essays und Rezensionen, zuletzt: Nach dem Erwachen. Aufzeichnungen (2003).

Michael Schmidt
studierte Klavier, Musikwissenschaft, Philosophie und Geschichte. Koordinator des Klassikportals beim Bayerischen Rundfunk. Lehrtätigkeit u.a. an den Musikhochschulen in München und Karlsruhe. Zahlreiche Veröffentlichungen zu Musik- und Medienthemen.

Henning Sieverts,
geb. 1966, studierte Musik (Cello und Klavier), im Selbststudium Baß. 1990 Musikförderpreis der Stadt München, 1994 Staatlicher Förderpreis des Freistaats Bayern. Leitung der Jazzredaktion des Bayerischen Rundfunks. Daneben weltweit Konzertauftritte.

Tilman Spengler,
geb. 1947; Schriftsteller, Kritiker; studierte Sinologie, Politologie und Geschichte, war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut in Starnberg; seit 1980 Mitherausgeber des Kursbuchs. Mehrere Romane, Erzähl- und Essaybände, u.a. Lenins Hirn (1991) Der Maler von Peking (1993); Meine Gesellschaft – Kursbuch eines Unfertigen (2001).

Thomas Steinfeld,
geb. 1954, Literatur-Chef des Feuilletons der Süddeutschen Zeitung; studierte Germanistik und Musikwissenschaften, lehrte an Universitäten in Schweden und Kanada; mehrere Veröff. u.a. Riff. Tonspuren des Lebens (2000), Wallanders Landschaft. Eine Reise durch Schonen (2002).

Ludwig Steinherr,
geb. 1962 studierte Philosophie, promovierte 1995. Bisher acht Gedichtbände, mehrfach ausgezeichnet, zuletzt Vor aller Zeit. Zwanzig Gedichte zur Ankunft eines Kindes (2003).

Manfred Trojahn,
geb. 1949, studierte Musik/Flöte, Komposition, u.a. bei György Ligeti, sowie Dirigieren bei Albert Bittner. Dirigiert seit 1972 verschiedene Ensembles für neue Musik. Komponierte epische Orchesterwerke, Sinfonien, Solokonzerte, Kammermusik und Opern. Insbesondere Fortschreibung der Literaturopern-Tradition (z.B. Vertonung von William Shakespeares Was ihr wollt) und neue musikdramatische Konzepte.

Roger Willemsen
,
geb. 1955; Schriftsteller, Produzent, Dokumentarfilmer und »Fragekünstler«; studierte u.a. Germanistik und Ethnologie. Lehrtätigkeit, Auslandskorrespondent/London, Übersetzer. Fernsehmoderator, 1994-1998 »Willemsens Woche«. Seit 2002 vor allem Veröffentlichungen, u.a. Die Deutschen sind immer die anderen (2001); Karneval der Tiere (2003). Zahlreiche Preise, u.a. »Grimme-Preis« in Gold.



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