13. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2002
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Crossing Boundaries
Eine deutsch-indische Nacht


Lesungen mit Anita Desai, Sudhir Kakar, Rajvinder Singh, Thorsten Becker, Ulrike Draesner, Gert Heidenreich, Felicitas Hoppe, Albert Ostermaier, Ilija Trojanow
Musikalisches Programm mit Sandeep Bhagwati, Martina Koppelstetter und Jagdish Mistry
Moderation: Martin Hielscher und Cornelia Zetzsche
Am Samstag, 16. März, ab 20.30 Uhr, im Café Dukatz/Literaturhaus, Salvatorplatz

Mit einem opulenten Aufgebot an Musik, Tanz, Kunst, Theater, Literatur aus deutschen Landen in Indien beantwortete die bundesdeutsche Regierung 2001/2002 das »Indien-Festival«, das 10 Jahre zuvor von der indischen Regierung in Deutschland ausgerichtet worden war. »Writers in Residence« und »Crossing Boundaries« hießen die literarischen Programme des Goethe-Instituts, die Schriftsteller/innen beider Länder zusammenbrachten und deutsche Literaten auf Indien-Reise sandten.
Thorsten Becker etwa, der Berliner Autor deutsch-deutscher Polit-Satiren und schillernder deutsch-deutscher Befindlichkeiten, ging auf Elefanten-Recherche. Felicitas Hoppe, die von Bombay über Madras, Kalkutta und Delhi bis Pakistan tourte, vermied Treppen, inspizierte Küchen, entdeckt in Picknick der Friseure« das hinduistische Ritual der Kopfrasur, fantasiert von Fakiren und Flötisten und folgte beinah dem mystischen Ruf des Nagelbretts.
zug riecht nach klo.aber/nur aussen. bauwerk sieht/langweilig aus, aber nur innen.ende/des saris schleift. aber? man findet sich --- ab/und auf. ein lückiger faden/gewunden ins gitterwerk: 1 wunsch. die ra ra raga des morgens der 16hebige beat eines/einzigen taktes und so viel/schneller als das herz, dichtete Ulrike Draesner auf ein Zugfahrt zum Taj Mahal nach Agra und del-hi-hi-rium.
Calcuttaphonie nennt Albert Ostermaier seinen rhythmisch-expressiven Gedichtzyklus, das Produkt einer Indienreise. »Hinschauen, offen bleiben, erleben, aber zunächst weder analysieren und schon gar nicht werten«, wollte Gert Heidenreich auf der Pilgerreise mit Dilip Chitre. Und Ilija Trojanow, der bulgarische Autor aus Deutschland mit afrikanischer Kindheit, lebt seit vier Jahren in Indien und staunt noch immer.
Rajvinder Singh ging den Weg in andere Richtung: Er kam über den Panjab, Kaschmir, Frankreich und Holland nach Deutschland, lebt inzwischen in Berlin, dichtet auf Deutsch und übersetzt Lyriker wie Gulzar aus dem Urdu.
Sie alle begegnen Anita Desai, der Tochter einer Deutschen und eines Bengalen, die inzwischen in den USA lebt, und Sudhir Kakar, dem Romancier und Psychoanalytiker auf den Spuren Sigmund Freuds.
In einen indisch-deutschen Musik-Dialog treten Jagdish Mistry vom international renommierten Ensemble Modern in Frankfurt und der indische Berliner Sandeep Bhagwati, in München u.a. bekannt als Komponist bei der Biennale. Im Gepäck: To Those Born Far Away From Home«, ein Brief für Violine. Und eine Uraufführung für Violine (Jagdish Mistry) und Stimme (Martina Koppelstetter): Für die 13. Internationale Frühjahrsbuchwoche vertonte Sandeep Bhagwati Gedichte von Dilip Chitre - Songs on Nothing.
Cornelia Zetzsche

Mitv.: Stiftung Literaturhaus

Eine Sammlung von Texten der deutschen Indien-Reisenden erscheint im Frühjahr/Sommer in der Zeitschrift die horen



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