13. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2002
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Feuer, Erde und andere Visionen
Indische Filme vom 14. bis 20. März
in der Lupe 2, Ungererstraße 19, Tel. 34 76 51

Im Jahr 1913 wurde in Indien der erste vollständige Kinofilm gedreht, mit mythologischem Thema, und noch einige Jahrzehnte lang herrschten im indischen Kino die Götter und Göttinnen. Erst in den 50er Jahren erfolgte, ausgehend von Kalkutta, die Wende: Mit Regis-seuren wie Satyajit Ray, Bimal Roy und Gopalkrishnan fanden kritischer Realismus und Experiment Eingang in den indischen Film.
Mit einer gewaltigen Produktion von durchschnittlich 600 bis 700 Filmen pro Jahr, vorwiegend Unterhaltungsfilmen, nimmt die indische Filmindustrie weltweit einen der vordersten Plätze ein: Bollywood ist längst dabei, Hollywood den Rang abzulaufen. Die anspruchsvollen zeitgenössischen Filme spielen bei diesem Massen-Output zahlenmäßig kaum eine Rolle und finden oft genug in Indien nur geringe Resonanz, werden aber zunehmend international wahrgenommen und auf den wichtigen Filmfestivals der Welt ausgezeichnet. Zwischen Film und Literatur besteht in Indien eine vitale Beziehung: die meisten namhaften Regisseure greifen auf literarische Vorlagen zurück, und zahl-reiche Schriftsteller arbeiten auch als Drehbuchautoren.
Die Reihe in der Lupe 2 zeigt Filme renommierter RegisseurInnen, die auf Romanen von AutorInnen basieren, die man bei der Internationalen Frühjahrsbuchwoche kennenlernen kann: Anita Desai, Bapsi Sidhwa, Sunil Gangopadhyay, U.R. Ananthamurthy. Und dazu zwei Filme der vielfach ausgezeichneten Regisseurin Mira Nair: der »Klassiker« Salaam Bombay und, als Preview, ihr neuer Film Monsoon Wedding, der auf der Biennale 2001 in Venedig als Bester Film mit dem »Goldenen Löwen« geehrt wurde.
Budhadeb Chakrabarti

In Zusammenarbeit mit der Lupe 2 und der Münchner Stadtbibliothek am Gasteig



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