13. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2002
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Indien - Zwischen Mythen und Mausklick

"Über Indien kann man nur im Plural sprechen", sagt der Schriftsteller Shashi Tharoor.
Indien ist ein Land mit über einer Milliarde Menschen, 5 Weltreligionen, 22 Literatursprachen, vielen hundert Dialekten. Es ist nach China das bevölkerungsreichste Land der Welt, Schauplatz politischer und religiöser Auseinandersetzungen, sozialer und ethnischer Konflikte und enormer Kontraste. Schneegipfel und Palmenstrände, Paläste und größte Armut, Cyber-Cities und Gurus – das alles ist kein Widerspruch in Indien, in einem Land, das auf eine mehr als 4000jährige Zivilisations- und Kulturgeschichte zurückblicken kann und seit Jahrhunderten Projektionsfläche ist für Wunschbilder, Sehnsüchte, Eskapismen.

Spätestens mit Salman Rushdies "Mitternachtskinder" ist die anglo-indische (Emigranten-) Literatur auch in Deutschland bekannt geworden; noch kaum entdeckt hingegen ist die Literatur, die in Indien selbst entsteht, vor allem Werke, die in den indischen Nationalsprachen geschrieben sind, in Hindi, Urdu, Tamil, Bengali etc.

Mit 20 Autorinnen und Autoren verschiedener Regionen, Sprachen, Generationen, Religionen will die Internationale Frühjahrsbuchwoche einen Einblick in die ungeheure Vielfalt dieses (literarischen) Kontinents geben. Nach München kommen: Vikram Chandra, der Pendler zwischen Bombay und Washington; der Schriftsteller und Musiker Amit Chaudhuri; Anita Desai aus den USA und Shashi Deshpande aus dem Computer-Zentrum Bangalore; Dilip Chitre, der Porträtist Bombays, und Bestseller-Autoren wie Sunil Gangopadhyay und Raj Kamal Jha; der Psychoanalytiker und Romancier Sudhir Kakar; der Urdu-Lyriker und Filmemacher Gulzar; Bapsi Sidhwa, die als Kind die Teilung Indien-Pakistan miterlebte; der Lyriker und Kunstkritiker Ranjit Hoskote; die Romanautoren Pankaj Mishra, Kiran Nagarkar und Nirmal Varma u.a..

Die AutorInnen lesen aus ihren Büchern und diskutieren über ihr Land: über Mythen und Moderne, Kastenwesen und Globalisierung, High-Tech und Heilige, über Koexistenz und Konflikte der Religionen, Nationalismus und Fundamentalismus, die Rolle der Frauen. Und sie treffen auf deutsche Autorinnen und Autoren, die als Reisende in Indien waren sowie auf Künstler anderer Sparten, die den interkulturellen Austausch suchen.

Im Begleitprogramm: Ausstellungen, eine Filmreihe in der Lupe2, eine Klanginstallation im öffentlichen Raum, Klassikerlesungen, ein indisches Kinderfest u.a..


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