13. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2002
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MODERATOREN, GESPRÄCHSPARTNER, TEILNEHMENDE KÜNSTLER

Thorsten Becker
geboren 1958 in Oberlahnstein, aufgewachsen in Köln. Er studierte Philosophie, Geschichte, Soziologie und Theaterwissenschaft. Meist lebt er in Berlin, doch eigentlich ist er ein Weltenbummler. Eine seiner vielen Reisen durch die ganze Welt führte ihn auch nach Indien. Für sein Werk wurde er bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet, darunter dem FAZ-Literaturpreis und dem Premio Grinzane Cavour.
Veröffentlichungen (u.a.): Die Bürgschaft (1985), Schönes Deutschland (1991), Der Untertan steigt auf den Zauberberg (2001). Alle Titel sind im Rowohlt Verlag erschienen. Ein neuer Roman ist in Vorbereitung.

Sandeep Bhagwati
geboren in Bombay als Sohn einer deutschen Mutter und eines indischen Vaters. Studium am Mozarteum in Salzburg und an der Musikhochschule in München; Aufenthalt in Paris, lebt heute in Berlin. Als Komponist arbeitet(e) er u.a. für das ZKS in Karlsruhe und die Münchner Biennale. Zu seinen besonderen Projekten, durch die er einen hohen Bekanntheitsgrad erlangte, gehört die Oper "Ramanujan", eine Oper über Mathematik und Kunst, oder die Musiktheater-Installation "Making-Music", eine Multimedia Performance in Ulm.

Pater Jörg Dantscher SJ
geboren 1941 in Greifswald; 1963 Eintritt in den Jesuitenorden. Studium der Philosophie, Theologie und Soziologie u.a. an der Universität München. 1977 ging er für eine spirituelle und sozialpolitische Fortbildung nach Indien. Er half in einer Leprakolonie von Mutter Teresa, arbeitete in einem Begegnungszentrum für Christen und Brahmanen und bei anderen Sozialprojekten und verbrachte einen Monat in einem Hindukloster am Rande des Himalaja. Heute lebt er in München und hat u.a. die Funktion des Provinzökonomen der süddeutschen Jesuiten, er ist Vorstandsmitglied in einer Reihe wissenschaftlicher, kultureller und sozialer Stiftungen und Verbände.

Ulrike Draesner
geboren 1962 in München; Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie in München, Salamanca und Oxford; arbeitete für einige Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität München, wo sie 1992 promovierte. Ein Jahr später beendete sie ihre wissenschaftliche Karriere, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Seit 1994 ist sie freie Autorin und lebt heute in Berlin und München. Für ihr Werk erhielt sie den Leonce-und-Lena-Preis, das Münchner Literaturstipendium sowie den Bayerischen Staatsförderpreis für Literatur. Im Frühjahr erscheint ihr neuer Roman Mitgift bei Luchterhand.
Veröffentlichungen (u.a.): gedächtnisschleifen. Gedichte (Volk & Welt, 1995), Lichtpause, Roman (Volk & Welt, 1998), to change the subject (gemeinsam mit Barbara Köhler und Peter Waterhouse; Wallstein, 2000), für die nacht geheuerte zellen. Gedichte (Luchterhand Taschenbuch, März 2001).

Peter Frieß
studierte Kunstgeschichte an der LMU München und war als Restaurator in verschiedenen Museen tätig. 1992 wurde er Direktor im Deutschen Museum in Bonn, dessen Konzeption und Aufbau er zuvor realisiert hatte. Seit 2000 ist er für die Geschäftsführung von gotoBavaria verantwortlich.

Jens-Uwe Hartmann
Studium der Indologie, Tibetologie und Sinologie in München. 1978 verbrachte er ein Jahr in Nepal, um dort am Nepal-German Manuscript Preservation Project zu arbeiten. Nach der Promotion und Habilitation war er als Professor für Tibetologie an der Humboldt-Universität in Berlin tätig, bis er 1999 nach München zurückkehrte. Seitdem hat er an der Ludwig-Maximilians Universität den Lehrstuhl für Indologie und Iranistik inne.
Veröffentlichungen (u.a.): "Die Verbreitung des indischen Buddhismus nach Afghanistan und Zentralasien", Der Buddhismus I, ed. Heinz Bechert u.a. Stuttgart 2000 (Die Religionen der Menschheit, 24,1), S.421-439, Buddhism Across Boundaries: Chinese Buddhism and the Western Religions. Collection of Essays 1993, Sanchung: Foguang Cultural Enterprise 1999, S.107-136

Gert Heidenreich
1944 in Eberswalde bei Berlin geboren, lebt heute als Schriftsteller und Publizist in der Nähe von München. Von 1991 bis 1995 war Heidenreich Präsident des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Für seine Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Gedichte erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Adolf Grimme Preis 1986, den Phantastik-Preis 1995 und den Marie-Luise Fleißer-Preis 1998. Auf einer Indien-Reise lernt er Dilip Chitre kennen, mit dem er gemeinsam durch Indien reist. Es entstehen zahlreiche Gedichte und eine künstlerisch wie menschlich äußerst inspirierende Beziehung.
Veröffentlichungen (u.a.): Die Geliebte des dritten Tages - Erotische Mysterien Erzählungen (1997), Abschied von Newton Roman (1998), Zwei Reden in Weimar Essays (1999), Der Mann, der nicht ankommen konnte Erzählungen (2000). Alle Titel sind in der Deutschen Verlagsanstalt erschienen.

Martin Hielscher
geboren 1957. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie und promovierte über Wolfgang Koeppen. Er ist Autor, Kritiker, Lehrbeauftragter und Übersetzer und war Lektor im Luchterhand Literaturverlag und bei Kiepenheuer & Witsch. Seit Juli 2001 ist er Programmleiter Belletristik im Verlag C.H. Beck In München.

Felicitas Hoppe
1960 in Hameln geboren; Studium der Literaturwissenschaft und Rhetorik in Tübingen, Berlin, Rom und den USA. Sie arbeitet als Dramaturgin und als Journalistin, u.a. für das Rowohlt Literaturmagazin, die Frankfurter Rundschau, den WDR und SWF. Der literarische Durchbruch gelang ihr mit ihrem Debüt "Picknick der Friseure", einem Erzählband. Dafür wurde sie u.a. 1996 mit dem Aspekte-Literaturpreis des ZDF ausgezeichnet.
Veröffentlichungen (u.a.): Picknick der Friseure. Erzählungen (1996), Pigafetta. Roman (1999). Beide Titel sind im Rowohlt Verlag Hamburg erschienen.

Volker Isfort
geboren 1968, Studium der Kommunikations-, Politikwissenschaft und der Romanistik. Volker Isfort leitet die Kulturredaktion der Münchner Abendzeitung.

Veena Kade-Luthra
geboren in Fazilka in Indien, lebt heute als freie Autorin in Frankfurt/M. und hat zahlreiche Bücher und Artikel über Indien geschrieben und herausgegeben.
Veröffentlichungen (u.a.): Sehnsucht nach Indien Ein Lesebuch von Goethe bis Grass (1991), Phoolan Devi. Die Legende einer indischen Banditin (2.Aufl.1985). Beide Titel sind im Verlag C.H. Beck erschienen.

Martina Koppelstetter
Martina Koppelstetter trat 1983 ihre Ausbildung zur Mezzosopranistin an der Münchner Hochschule für Musik an, die sie 1990 mit Auszeichnung abschloß. Debutauftritte in Frankfurt und München unter Enoch zu Guttenberg. Derzeit ist sie in mehreren Rollen am Staatstheater am Gärtnerplatz, München, zu sehen. Für ihre Leistungen wurde sie bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet.

Sonal Kumar
geboren 1963 in Indien, wo sie bis 1988 lebte. Dann ging sie für 11 Jahre nach Hongkong und schließlich 1999 nach München, wo sie bei BMW im Marketing-und Management-Bereich arbeitet.

Shankar Lal
Tablameister aus Kalkutta; war lange Zeit Schüler von Keramatullah Khan, dem besten Spieler der Farukhabad-Schule. Er arbeitet als Solist und Begleiter großer Musiker wie z.B. Pandit Nikhil Banerjee und spielt mit Rock- und Jazzmusikern. Seit zwei Jahrzehnten ist er auch als Musikpädagoge in München tätig. Aus seiner Meisterklasse entwickelte sich 1990 das Münchner Tabla-Ensemble.

Georg Lechner
Studium der Romanistik, Anglistik und Philosophie in München und Paris. Seit 1961 arbeitete er für das Goethe-Institut, leitete Institute in Rangun, Kalkutta, Neu Delhi, Montreal, Seoul, Bombay. Seit 1996 ist er Leiter der Abteilung "Kulturprogramme". Während seiner langjährigen Aufenthalte in Indien machte er mehrere Kurz- und Dokumentarfilme und veröffentlichte zahlreiche Bücher. Er setzte sich besonders für den deutsch-indischen Kulturaustausch ein, u.a. als Initiator des "East-West Encounters" (1982-87) in Bombay.

Kirsten Martins
studierte Theaterwissenschaften, Philosophie und Psychologie in München und Berlin, war Auslandskorrespondentin in Los Angeles und arbeitet als freie Kulturjournalistin (Schwerpunkt Film, Fotografie, Literatur) für den Bayerischen Rundfunk, andere ARD-Sender und für diverse Printmedien.

Zubin Mehta
geboren 1936 in Bombay als Kind einer Musikerfamilie. Sein Vater, der Geiger Mehli Mehta gründete und leitete das Bombay Symphony Orchestra. Seine Dirigentenausbildung erhielt er an der Wiener Musikakademie bei Hans Swarowski; weitere Studien in Siena und Tanglewood. Er arbeitete in Salzburg, in Montreal, an der Metropolitan Opera New York und an der Mailänder Scala. Er ist Musikdirektor des Israel Philharmonic Orchestra, leitete Jahre lang die New Yorker Philharmonie, arbeitete an der Wiener Staatsoper und ist Chefdirigent des Maggio Musicale in Florenz. Seit 1998/99 ist Zubin Mehta Bayerischer Generalmusikdirektor und musikalischer Leiter der Bayerischen Staatsoper München und des Bayerischen Staatsorchesters.

Jagdish Mistry
geboren 1963 in Bombay. Im Alter von acht Jahren erhielt er den ersten Violinunterricht, 1975 ging er nach England, um an der Yehudi Menuhin School zu studieren. Weiteren Unterricht erhielt er von David Takeno an der London Guilhall School. Von 1986 bis 1992 war er Primarius des "Mistry String Quartetts", seit 1994 ist er Mitglied des "Ensemble Modern".

John David Morley
geboren 1948 als Sohn eines Kolonialbeamten in Singapur. Seine Kindheit in den britischen Kolonien endete abrupt, als er in ein Internat an der Südküste Englands geschickt wurde. Nach vielen rastlosen Jahren, die ihn u.a. nach Japan führten, lebt er heute als Journalist und Autor in München.
Veröffentlichungen (u.a.): Nach dem Monsun. Eine Kindheit in den britischen Kolonien. Roman (Malik Verlag, 2001), Die Anatomiestunde des Dr. Tulp. Roman (Fischer Verlag, 1999)

Munich Masala
Musikalische Initiative von Djs und Musikern, die 1999 gegründet wurde mit dem Ziel, in München südasiatische und orientalische Musik zu etablieren. Organisiert werden Events, wie die Munich Masala Indian Dance Nights, auf denen Djs wie Inspector Bang oder Tatra Vee auftreten. Gespielt werden die verschiedensten Musikrichtungen, von Reggae über Hip Hop und House bis zu Asian Underground, persische und afghanische Musik.

Javaji Munirathnam
geboren 1962, studierte Ingenieurwissenschaften. Ist High-Tech-, Softwarespezialist und Softwaredesigner. Er arbeitete in den verschiedensten Firmen, bis er 1992 zu Total Systems kam und die Firma in den verschiedensten Ländern, darunter in USA, Holland und Schweden vertrat. Derzeit ist er für die Filiale der Firma in Deutschland verantwortlich und zusätzlich für den europaweiten Vertrieb der Total Systems Produkte.

Albert Ostermaier
Lyriker, Dramatiker und Schriftsteller, geboren 1967 in München. Seine Dramen "Zwischen zwei Feuern - Tollertopographie" und "Zuckersüß und Leichenbitter" wurden 1995 und 1997 im Marstall, Bayerisches Staatsschauspiel, uraufgeführt. In den Jahren 1996 und 1997 war er Hausautor am Nationaltheater Mannheim. Er wurde mit verschiedenen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter dem Ernst-Toller-Preis.
Veröffentlichungen (u.a.): fremdkörper hautnah. Gedichte (1997), TatarTitus. Stücke (1998),
Hart Core. Gedichte (1999), Autokino. Gedichte (2001). Alle Titel sind im Suhrkamp Verlag erschienen.

Peter Pannke
geboren 1946, ist Musik-, Religionswissenschaftler und Indologe, hat sich nach mehrjährigen Reisen durch die Türkei, den Iran, Pakistan und Indien einen Namen als Musiker, Autor und Schöpfer von Klanginstallationen gemacht. Als profunder Kenner orientalischer Musik hat er den musikalischen Dialog zwischen Europa und dem Orient seit mehr als 30 Jahren mitgeprägt
Veröffentlichungen (u.a.): Indien. Fest der Farben. Gemeinsam mit Boris Potschka (1999), Troubadoure Allahs, Sufi-Musik im Industal. Gemeinsam mit Horst A. Friedrichs (1999). Beide Titel sind im Frederking und Thaler Verlag erschienen.

Rajyashree Ramesh
lebt seit 1977 in Berlin und ist indische Tänzerin. Sie genießt den Ruf als versierte Tänzerin, Lehrmeisterin und erfolgreiche Choreographin und gilt in Deutschland als führende Interpretin des Tanzstils Bharatanatyam (klassischer südindischer Tanz). An ihrer Academy for Performing Arts haben bisher 16 Tänzerinnen eine umfassende Tanzausbildung abgeschlossen.

Shalini Randeria
geboren 1955 in Washington D.C.; Studium der Soziologie, Ethnologie und Indologie in Delhi, Oxford und Heidelberg. Sie promovierte an der Freien Universität Berlin und unterrichtet dort seit 1986. Von 1999 bis 2001 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Derzeit hat sie in München die Max Weber-Professur für Soziologie an der LMU München inne. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. Rechtsethnologie, Globalisierung, Entwicklungspolitik sowie postkoloniale Theorien, wobei der Staat und die Gesellschaft Indiens die empirischen Grundlagen ihrer Studien bilden.
Veröffentlichungen (u.a.): Globalisierung aus Frauensicht: Bilanzen und Visionen (Dietz Verlag, 1998), Jenseits des Eurozentrismus: Transnationale und postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften (Campus Verlag, 2002)

Stephan Sattler
geboren 1947 in Oberbayern. Studium der Politik, Geschichte, Philosophie und Amerikanistik an der LMU München; war wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Universitäten, dann Sachbuchlektor im Carl Hanser Verlag. Seit 1985 ist er für den Burda-Verlag als Kulturberater und Kulturjournalist tätig, seit 1992 leitet er das Kulturressort des Magazins Focus.

Florian Schneider
Dokumentarfilmer, Journalist und Internet-Spezialist aus München. Er ist u.a. freier Mitarbeiter bei der SZ.

Rajvinder Singh
Lyriker und Übersetzer. Geboren 1956 in Kapurthala; Studium der Politischen Ökonomie, Mathematik und Englischen Philologie; später Studium der Literaturwissenschaften in Kaschmir. Schon während der Studienzeit beginnt er sich politisch zu engagieren. 1972/74 wird er wegen einer Verlautbarung von Forderungen zur Unterstützung der Rechte Unterprivilegierter inhaftiert. Doch Rajvinder Singh läßt sich nicht abhalten, seinen Überzeugungen weiterhin Ausdruck zu verleihen. Schon 1972, während der von Indira Gandhi verhängten Notstandsregierung, wird er ein zweites Mal verhaftet. Im Jahr 1980 verläßt Singh Indien endgültig und emigriert erst nach Frankreich, dann nach Holland und läßt sich 1981 in Deutschland nieder, wo er sich zunächst weiteren Studien im Bereich der Literatur- und Sprachwissenschaft an der Technischen Universität in Berlin widmet. Neben seinen Studien hat Rajvinder Singh immer auch geschrieben. Bereits 1975 erscheint seine erste Buch-Publikation, ein Lyrikband in seiner Muttersprache Pandjabi. Weitere Veröffentlichungen von Kurzgeschichten und Gedichten folgen.
Veröffentlichungen (u.a.): Vögel und andere Fische des Windmeers. Gedichte (2001), Rheinsberger Rhapsodien (1998). Beide Titel sind im Lotos Verlag Berlin erschienen.

Michael Skasa
geboren 1942 in Köln, aufgewachsen in Bayern. Er arbeitet als Theaterkritiker u.a. bei der SZ und als Redakteur beim BR, wo er die Sonntagsbeilage entwickelt hat. Daneben schreibt er für die ZEIT und den Spiegel.

Renate Syed
studierte Indologie, Sinologie, Orientwissenschaften, Religionswissenschaften und Psychologie an der LMU München, wo sie auch promovierte, sich habilitierte und verschiedene Lehrstühle innehatte. Ihre wichtigsten Forschungsgebiete sind die Klassische Indologie und Studien über Sanskrit. Doch ihr Interesse gilt auch den religiösen und sozio-kulturellen Phänomenen des gegenwärtigen Indien, besonders der Situation der Frauen in Indien. Sie beherrscht mehrere indische Sprachen, darunter Hindi und Urdu.

Tilman Spengler
Geboren 1947 in Oberhausen, Schriftsteller und Publizist. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter von Carl Friedrich von Weizsäcker am Max-Planck-Institut in Starnberg. Forschungsaufenthalte führten ihn nach China. 1991 überrascht der bis dato als Wissenschaftshistoriker bekannte Spengler mit seinem Romandebüt "Lenins Hirn". 1999 wurde er als Stadtschreiber von Mainz ausgezeichnet. Heute lebt er am Starnberger See.
Veröffentlichungen (u.a.): Lenins Hirn (Rowohlt 1991), Der Maler von Peking. Roman (1993), Die Stirn, die Augen, der Mund Roman (Rowohlt 1999), Meine Gesellschaft (Berlin Verlag 2001).

Henning Stegmüller
geboren 1951 in München, ist Fotograf, Kameramann, Regisseur und Produzent. Vor allem seine ethnographischen Filme haben ihn bekannt gemacht. Seit vielen Jahren gilt sein Interesse der Provinz Maharashtra und ihrer Hauptstadt Bombay, die er, häufig begleitet von seinen beiden Dichterfreunden Dilip Chitre und Namdeo Dhasal, von den Plätzen der Reichen bis in die Unterwelt erkundete.
Veröffentlichungen: Bombay-Mumbai. Bilder einer Mega-Stadt. Gemeinsam mit Dilip Chitre und Namdeo Dhasal (A1 Verlag, 1996)

Ilija Trojanow
1965 in Sofia geboren. Im Jahr 1972 flüchtete die Familie über das ehemalige Jugoslawien nach Italien und schließlich nach Deutschland, wo ihnen politisches Asyl gewährt wurde. Trojanow ist abwechselnd in Kenia und Deutschland aufgewachsen. Nach dem Jurastudium an der Universität München gründete er 1989 den Kyrill & Method Verlag und 1992 den Marino Verlag, wo er afrikanische und ost-europäische Literatur veröffentlichte. Seit 1998 lebt Trojanow als Schriftsteller und Publizist in Bombay. Für seine Bücher erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter den Bertelsmann-Literaturpreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt 1995, verschiedene Aufenthalts- und Arbeitsstipendien, den Marburger Literaturpreis 1996, den Adelbert-von Chamisso-Preis 2000.
Veröffentlichungen (u.a.): Der Sadhu an der Teufelswand. Reportagen (Frederking und Thaler Verlag, 2001), Hundezeiten. Heimkehr in ein fremdes Land Berichte (Hanser Verlag, 1999), Die Welt ist groß und Rettung lauert überall Roman (Hanser Verlag, 1996).

Timm Ulrichs
geboren 1940 in Berlin. 1959 gründete er eine Werbezentrale für "Totalkunst" in Hannover. Er propagiert, projektiert und produziert "Totalkunst"-Objekte, Expeditionen "Total-poesie", "Totalmusik" und ist selbst ein Multikünstler (Bildhauer, Dichter, Performer, Fotograf, Computerkünstler). Seit 1960 ist er Professor an der Hochschule für Bildende Kunst in Münster. Seine Werke sind in bedeutenden Privat- und Museumssammlungen zu sehen, und er ist vielfacher Preisträger für "Kunst am Bau".

Wilhelm Warning
geboren 1948 in München. Er studierte Jura, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften in München und Genf. Seit vielen Jahren ist er für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in den Bereichen Kunst, Kultur und Religion publizistisch tätig.

Bettina Weiz
geboren 1969; ist Reporterin, Feature-Autorin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk und gelegentlich bei anderen Sendern, Zeitungen und Institutionen. Sie ist Ethnologin, u.a. mit den Forschungsgebieten 'Indien’ und 'Wasser’. Sie erhielt mehrere Stipendien und Preise.

Claudia Wenner
geboren 1959; Studium der Anglistik, Germanistik und Romanistik in Freiburg, Warwick (England) und Paris; Promotion 1995. Von 1998 an war sie für zwei Jahre Lektorin für Deutsche Literatur an der Delhi University. Sie lebt heute als freie Übersetzerin (z.B. von Virginia Woolf, Raymond Carver, Quentin Bell) und Literaturkritikerin (für die NZZ, FAZ und SZ) abwechselnd in Pondicherry, Südindien, und Deutschland.

Cornelia Zetzsche
geboren in Leipzig. Studium der Geschichte, Politik und Germanistik in Tübingen und München; war im Pressebüro der damaligen EG in Bonn und Brüssel tätig. Sie arbeitet als Kulturjournalistin und Literaturkritikerin für Rundfunkanstalten und Printmedien, schreibt und moderiert seit 15 Jahren für den BR und andere ARD-Sender und hat einen Lehrauftrag an der Münchner Universität/Institut für Kommunikationswissenschaften. Sie hat einige Zeit im Ausland gelebt, in Kanada und auch in Indien, in Kalkutta und einem Dorf in der Nähe von Mysore.



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