12. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2001
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Interdisziplinäre Installationen
Eine Ausstellung in der lothringer13/halle
vom 9. bis 18. März 2001

Die begleitende Ausstellung zur Frühjahrsbuchwoche in der lothringer13 zeigt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe verschiedene künstlerische Projekte im Grenzbereich zu den Naturwissenschaften.

Kunst und Wissenschaft fließen seit jeher ineinander und ergänzen sich gegenseitig. Die in der Ausstellung gezeigten KünstlerInnen beschäftigen sich mit aktuellen naturwissenschaftlichen Ansätzen, um diese für einen interdisziplinären Dialog mit der Kunst fruchtbar zu machen. So greifen die in der Ausstellung präsentierten, multimedialen Arbeiten in die Bereiche der Gen- bzw. Biotechnologie oder die Physik über und werden beispielsweise als Echtzeit 3D-Simulationen, interaktive Versuchsanordnungen oder Video-Installationen visualisiert.
Roselinde Ranoch (HfG Karlsruhe) inszeniert sich selbst als Wissenschaftlerin und legt ihren künstlerisch-wissenschaftlichen Versuchsanordnungen das Bild eines theoretischen und empirischen Forschungsansatzes zu Grunde. Für die Ausstellung schildert sie die fiktive Erforschung von Kristallen, die anhand von Objekten, Graphiken und technischen Geräten in einer erzählerischen Gesamtsituation präsentiert wird.
Sensordaten einer elektronischen Nase setzen Fabian Winkler und Wolfgang Käppner (HfG Karlsruhe) als Installation um. Dieses künstliche Geruchsorgan analysiert die Resultate, die von Besuchern aus verschiedenen Duftstoffen zusammengestellt werden. Zentrales Element der Arbeit ist die visuelle, körperliche und klangliche Darstellung des Inhalationsprozesses, visualisiert durch den Einsatz eines am Forschungszentrum in Karlsruhe entwickelten bionischen Rüssels sowie einer Echtzeit 3D-Simulation und computergenerierten Klängen.
Die Videoarbeit von Dorcas Müller (HfG Karlsruhe) zeigt eine Performance, die auf wissenschaftlichen Ergebnissen von Prof. Dr. Peter Frommherz (Max Planck Institut für Biochemie, Martinsried) basiert. Das Institut entwickelt Neurochips, für deren Erforschung Blutegel eingesetzt werden. Dorcas Müller, die zahlreiche Performances mit Blutegeln gemacht hat, zeigt in der Ausstellung neben dem Video auch großformatige Fotoprints, die sowohl faszinieren als auch Ekel erregen.
Der Beitrag von Kalle Laar (München) besteht aus einer Klanginstallation, die Töne aus Forschung und Wissenschaft mischt. so werden Satellitengeräusche mit Vorträgen aus den späten fünfziger Jahren (z.B. "Stimme der Wissenschaft") oder auch Originaltöne aus Science-Fiction-Filmen zu einer Soundcollage verarbeitet.

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