12. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2001
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Klassikerlesung
Spurensuche: Von Prometheus zum Roboter
Es lesen Heinz Friedrich, Friedhelm Kemp, Ruth Rehmann, Albert von Schirnding und Barbara von Wulffen
Einführung: Bernd Flessner
Am 6. März, 19.00 Uhr, in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

Literatur und Wissenschaft gelten als zwei verschiedene "Methoden", um Aussagen über unsere Wirklichkeit zu erhalten. Zwei Kulturen eben: Science analysiert und erklärt, Fiction beschreibt und erzählt. Strikt getrennt voneinander, zeichnen sie ganz unterschiedliche Bilder von der Welt, die somit in zwei Welten zerfällt.
Doch so einfach und klar dieses Modell scheint, so falsch ist es auch. Denn wer genau hinschaut, entdeckt eine ganze Reihe wissenschaftlich interessierter Schriftsteller und phantasierender Wissenschaftler: Goethe schildert in "Prometheus" das Schicksal des Titanen aus der griechischen Mythologie, der Menschen erschafft, und der Famulus Wagner aus dem "Faust" versucht sich ebenfalls als Menschenzüchter und erzeugt den Homunculus – lange vor den Träumen mancher Gentechniker. Diesen war auch Baron Frankenstein voraus. Kein Wunder also, dass viele Ideen und Begriffe der technischen Moderne aus den Federn von Literaten stammen. Jules Verne lieferte die Vorlage für den Flug zum Mond, Karel Capek erfand den Roboter und William F. Gibson den Cyberspace. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Literaturgeschichte ist also immer auch Technikgeschichte.
Dieser spannende und aktuell diskutierte Zusammenhang soll durch eine Klassikerlesung auf den Spuren von Wissenschaft und Technik veranschaulicht werden. Auf dem Programm stehen Texte von Ovid und Goethe, Gottfried Benn und Philippe-Auguste Villiers de l’Isle-Adam u.a., die, neu gesehen, faszinierender sind als je zuvor.

In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

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