12. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2001
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Das unendliche Reich der Sterne
von und zu Jürgen Teichmann

Geboren 1941: Ich erinnere mich noch an das Ende unserer Flucht aus Oberschlesien in die Oberpfalz: Die letzten Tiefflieger über der Kleinstadt Amberg. Sonst aber bin ich im Frieden und in Frieden aufgewachsen. Fasziniert haben mich seit meinem ersten (Matador-) Baukasten, seitdem ich Fahrrad- und Schlittschuhlaufen konnte, vor allem Physik und Technik. Ich erzählte aber auch gerne – schon im CVJM, dann beim Theaterspielen als Student (vielleicht als Ausgleich zum harten Studium von Physik, Astrophysik und – später – Geschichte). Als frisch gebackener Physiker 1967 entschied ich, möglichst keiner bleiben zu wollen und fing mit einer Doktorarbeit über Geschichte an (aber doch Geschichte der Physik, genauer Geschichte der Elektrizität). Wie meist im Leben war alles andere schließlich ein Kompromiss: Ich blieb ein wenig Physiker, ein wenig Historiker, ein wenig Lehrer: ideal für eine Karriere am Deutschen Museum. Auch die Universität ließ mich nicht ganz los – als Privatdozent, als Professor. Und besonders "elektrisierten" mich weiterhin die Sterne. 1992 eröffneten wir die (vielleicht) weltgrößte Ausstellung über Astronomie. Sie lädt noch immer zum Spielen und Studieren ein! Neben vielen wissenschaftlichen Aufsätzen und einigen Büchern habe ich es auch gewagt, zwei Bücher für Noch-Kinder und Schon-Jugendliche (9-14) zu schreiben: "Moment mal, Herr Galilei" und "Das unendliche Reich der Sterne" (Arena Verlag)
Dieses "unendliche Reich der Sterne" möchte ich beim Kinderfest im Deutschen Museum den Kindern und Jugendlichen näher bringen. Nicht einfach durch Vorlesen - eigenes Lesen ist bei solch einem Sachbuch spannender -, nein: Ich werde erzählen, was Sternbilder sind, welche man am besten beobachten kann, dass es sie eigentlich doch gar nicht gibt, ich werde Bilder dazu zeigen, die Zuhörer sollen selbst dazu zeichnen, vielleicht auch basteln, sie können Fernglas und Fernrohr ausprobieren (leider nicht an Sternen, das geht natürlich nicht am helllichten Tag). Wir werden ein Quiz veranstalten, ein paar kleine Experimente machen und über Weiße Zwerge, Rote Riesen, Schwarze Löcher und die geheimnisvolle Dunkle Materie diskutieren. Und bevor wir uns in den unvorstellbaren Weiten des Kosmos verlieren, setzen wir uns auf ein paar fremden Planeten fest (immerhin schon in einem anderen Sonnensystem!) und spekulieren darüber, wie sich da wohl Leben entwickeln und wie das wohl aussehen könnte.

Kinderfest am 17. März im Deutschen Museum

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