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Spurensuche in der Welt der Technik
von und zu Christof Gießler
Manchmal werde ich gefragt, was eigentlich ein Grafiker im Deutschen Museum tut. Schließlich stehen ja im Deutschen Museum hauptsächlich alte Maschinen rum. Das stimmt, aber die Maschinen brauchen ja auch ein kleines Zettelchen, wo draufsteht, wie alt sie sind und wie sie funktionieren der Anfang meiner Tätigkeit im Museum: schauen, dass die kleinen Schildchen ordentlich aussehen, dass man sie gut lesen kann und vielleicht ein kleines Foto dazu, von den Menschen, die die Maschine gebaut haben.
Manchmal muß man auch erklären, wie die Dinge funktionieren, wie zum Beispiel der Dampf in die Lokomotive kommt, oder wie die Planeten um die Sonne sausen, und das kann man am besten zeichnen. Das kann ich gut, ich habe immer gezeichnet: erst brennende Häuser und die Feuerwehr, alte Schiffe und große Nasen in die Schulhefte, dann Blumen auf Bauernschränke und schöne Frauen für düstere Schankstuben.
Mittlerweile zeichne ich im Museum viele Männchen, Schrauben und Raumschiffe für die Forscherbögen, mit denen die Kinder durchs Haus laufen und etwas lernen (sollen); und damit viele kommen, mache ich auch Werbung für das Museum: entwerfe Plakate, kleine Prospekte, Folien für den Unterricht und wenns hoch kommt sogar die Eingangswand für den S-Bahnhof.
Bei dieser Arbeit lernt man viel: von der Technik, von der Wissenschaft und von der Arbeit im Museum. Das hab ich aufgeschrieben und noch ein paar Bilder dazu gemalt und einem Verleger gezeigt. Er fand das gut und hat ein Buch draus gemacht. Es heißt "Spurensuche in der Welt der Technik" und ist im C. Bertelsmann Jugendbuchverlag erschienen.
In der Bibliothek des Museums will ich dann ausführlich erzählen, was im Buch vorkommt, wie das mit dem Museum zusammen hängt und warum das alles Spaß gemacht hat, obwohls Arbeit war.
Kinderfest im Deutschen Museum am 17. März
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