12. Internationale Frühjahrsbuchwoche München
Maerz 2001
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Nach uns die Zukunft
von und zu Bernd Flessner

Als vor über 30 Jahren die ersten Raumschiffe über den Bildschirm flogen, allen voran die "Orion" und die "Enterprise", war ich sicher: So wird es in der Zukunft aussehen. Wir werden leben, wie Captain Kirk und Mr. Spock. Außerdem war ich mir sicher, dass ich zu ersten gehörte, die mit
Hilfe des Fernsehens einen Blick in die Zukunft werfen durften. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass sich vor unserer Zeit Menschen über die Zukunft so viele Gedanken gemacht hatten.
Doch als ich älter wurde, erkannte ich, dass sich die Menschen in der einen oder anderen Form schon immer mit der Zukunft beschäftigt hatten. Schon in der Antike, vor rund 2000 Jahren, gab es Erzählungen über Mondfahrer und andere verrückte Visionen. Der Alchemist Paracelsus zum Beispiel meinte, man müsste nur menschliches Blut auf den Herd stellen und vierzig Tage köcheln lassen, fertig wäre der kleine künstliche Mensch, der "Homunculus". Längst Wirklichkeit geworden sind dagegen die kühnen Phantasien von Francis Bacon aus dem 16. Jahrhundert, der so etwas wie Flugzeuge, U-Boote, Telefone und Roboter ersonnen hat. Selbst Aliens hat man sich schon vor Jahrhunderten vorgestellt und wollte mit Zeppelinen zum Mars fliegen.
Was sich Menschen so im Laufe der Zeit ausgedacht haben, und wie spannend die Vergangenheit der Zukunft ist, habe ich in meinem Buch "Nach uns die Zukunft. Vom Orakel zu den Future Studies" (Ravensburger 1999) aufgeschrieben. Da gab es verblüffend genaue Vorhersagen, aber auch jede Menge Irrtümer und aberwitzige Ideen. Fest steht, dass es ein natürliches Bedürfnis des Menschen ist, sich vorzustellen, was morgen sein wird. Wie und warum dies die Menschen machen und immer gemacht haben, möchte ich erzählen. Natürlich werde ich viele Bilder mitbringen, die die sonderbarsten Erfindungen und Zukunftsideen zeigen. Erklären werde ich auch, dass es einerseits wichtig ist, mit Zukunftsprognosen vorsichtig umzugehen, andererseits aber, die Zukunft als Spielwiese zu nutzen. Denn ohne ein bisschen Phantasie wäre wohl kaum ein Mensch zum Mond geflogen.
Als Kinderbuchautor kennen mich vielleicht einige, denn ich habe die Abenteuer von "Lükko Leuchtturm" und seinen Freunden erfunden. Im Hauptberuf bin ich jedoch Medien- und Literaturwissenschaftler und unterrichte an der Universität Erlangen. Außerdem bin ich Mitglied in der Forschervereinigung "Netzwerk Zukunft e.V." und habe zahlreiche wissenschaftliche Bücher zum Thema "Zukunft" veröffentlicht und Anthologien mit Science Fiction-Geschichten herausgegeben.

Kinderfest im Deutschen Museum am 17. März

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