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Auszug aus der Stadt? Ein Vortrag
von Florian Rötzer Der Cyberspace
lagert sich mit seiner Infrastruktur, mit seinen Türen und Stützpunkten
in die reale Welt ein, und zwar schneller, als wir uns das bislang vorstellen
konnten. Der Trend ist eindeutig: mit der fortschreitenden Miniaturisierung
der Technik steht die totale Vernetzung von allem und jedem an: vom intelligenten
Haus mit seinen Geräten - wie vernetzten und intelligenten Kühlschränken
oder Abfalleimern über Roboter und Autos - bis hin zu Tieren und
Menschen. Microchips, Sensoren, Effektoren, Sender, Kabel oder Satelliten
legen sich um die Erde wie eine zweite Haut und hüllen sie in eine
gigantische Flut von zirkulierenden Daten ein. Städte, Regionen und
Länder ebenso wie örtlich gebundene Institutionen suchen im
Zuge der Globalisierung ihre Angebote attraktiver zu machen, um den Standort
zu erhalten. Alles, was bislang von den Vorteilen der räumlichen
Verdichtung und Zentralisierung profitiert hat, steht in Gefahr, langfristig
an Bedeutung zu verlieren. Dabei spielt nicht nur die globale Konkurrenz
eine Rolle, weil die Welt durch die schnellen Transportmittel kleiner
geworden ist, sondern es sind vor allem natürlich die Computernetze,
die die herkömmlichen räumlichen Hierarchien bedrohen. Immer
mehr von den Handlungszusammenhängen, die bislang eine räumliche
Konzentration bedingt und attraktiv gemacht haben, werden ganz oder teilweise
in den Cyberspace übergehen oder von ihm radikal umgestaltet werden.
Der Exodus des Handels, das Verschwinden der Läden und Banken, der
Behörden und Büros, der Schulen und Universitäten, der
Bibliotheken und Museen hat bereits eingesetzt und wird sich um so machtvoller
fortsetzen, je breitbandiger die Netze werden, also je mehr Daten in kürzerer
Zeit übertragen werden können. Im Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat/Medien, dem Medienforum München e.V., der Stiftung Literaturhaus und Telepolis, Magazin für Netzkultur
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