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Die
Weltstadt als Lebensknoten. Der Lebensknoten ein Menschheitsroman
Ein Vortrag
von Paul Nizon
Einführung: Gérald Drubigny
23. März, 21.00 Uhr, im Literaturhaus
Nur in der
Weltstadt ist es möglich, zu Lebzeiten in ein Kontinuum einzutreten,
das dem endlosen Menschheitsroman, wenn nicht einer Ewigkeit auf Erden
zu vergleichen wäre. Im Zeitalter der Vernetzung und Virtualität
können Städte wie Paris die gleiche Wirkung haben wie das Bad
im Ganges.
Die großen Städte sind ... auch Gedächtnisse der
menschlichen Geschichte. Diese ist in den Namen aller Metrostationen,
in den Fassaden und der Gestik der Architektur, den Monumenten, den Schichtungen
der gesamten Stadtlandschaft sinnlich gegenwärtig, so daß du
auf Schritt und Tritt deiner eigenen Geschichtlichkeit bewußt wirst.
Es kann eine bis zum Delirium der Gedankenmühle ausschlagende Anregung
sein ...
Für mich gehört zum Glücksfall der Weltstadt, daß
man seine Einzigkeit erfahren und erler-nen kann, Einzigkeit im Sinne
der Überheblichkeit, was sehr wichtig ist, wie auch im Sinne der
Überflüssigkeit. (1986 in einem Gespräch mit Peter
Henning, abgedruckt in Taubenfraß, suhrkamp tb)
In Zusammenarbeit
mit dem Institut Français, dem Kulturzentrum der Israelitischen
Kultus-gemeinde und der Stiftung Literaturhaus. Unterstützt von PRO
HELVETIA
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