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Berlin
München. Ein Ort zum Schreiben?
Werkstattbericht
von Kerstin Specht, Bodo Morshäuser und Hans Pleschinski
Moderation: Franz Kotteder.
Freitag, 24. März, 21.00 Uhr, in der Amalienbuchhandlung
Manche Schriftsteller
können einfach überall schreiben, ob sie zurückgezogen
auf einem Einödhof leben oder mitten im tobenden Großstadtleben.
Andere sagen, sie bräuchten
unbedingt eine anregende Umgebung. Manche wählen sogar ihren Wohnort
ganz nach den Bedingungen, die sie fürs Schreiben brauchen. Und seit
Berlin nicht mehr in Ost und West getrennt ist, seit die Metropole wieder
Deutschlands Hauptstadt ist, zieht es immer mehr Schreibende dorthin.
Mit Sybille Lewitscharoff, Bodo Morshäuser, Ingo Schulze, Inka Parei,
Judith Herrmann und all den anderen scheint das neue Berlin der Pool der
neuen deutschen Literatur.
Wie groß ist also die Bedeutung des Ortes für das Werk, das
dort entsteht? Um diese Frage wird es, unter anderem, bei diesem Podiumsgespräch
gehen.
Kerstin Specht, vor allem als Dramatikerin (Das glühend Männla,
Amiwiesen, Die Froschkönigin) bekannt geworden,
lebt seit ihrem Germanistikstudium in München, ebenso wie Hans Pleschinski
(Brabant u.a.), der 1956 in Celle geboren ist und in München
Theaterwissenschaften, Romanistik, Germanistik studiert hat. Zu den beiden
Wahl-Münchnern kommt Bodo Morshäuser, ein gebürtiger Berliner,
dessen Erzählungen und Gedichte um
die Hausbesetzerszene, um die Stadt an der Spree überhaupt kreisen
(Liebeserklärung an eine häßliche Stadt, Die
Berliner Simulation, Der weiße Wannsee), und der
seine Heimatstadt - und die Menschen in ihr - oft nicht ohne einen gewissen
ironischen inneren Abstand beschreibt.
Alle drei werden davon erzählen, warum sie ausgerechnet in München
oder Berlin leben und schreiben, wie sie von der Stadt um sie herum beeinflusst
werden, ob sie sich vorstellen können, auch in der jeweils anderen
Großstadt ihrem Beruf nachzugehen ...
Franz
Kotteder
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