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Ich
schreibe Berlin, sagt Pieke Biermann, die deutsche Lady of Crime,
die seit 25 Jahren in der Metropole wohnt, ohne deren Duft und Lärm
sie nicht leben und vor allem nicht schreiben könnte. Berlin,
beziehungsweise ein typisches Berliner Viertel, spielt jeweils die Hauptrolle
in ihrer Krimi-Reihe, in der - wie im wirklichen Berliner Leben auch
eine Kriminalhauptkommissarin an der Spitze der Mordkommission 1/3 steht.
Karin Lietze heißt sie, raucht Zigarillos der Marke Lucky Luciano,
ist um die fünfzig, hat die richtige Witterung für das Verbrechen,
pflegt burschikosen Umgang mit ihren Untergebenen - und ist gelegentlichen
Abenteuern mit (gern auch jüngeren) Männern nicht abgeneigt.
Alles, was Pieke, eigentlich Lieselotte, Biermann schreibt, hat sie akribisch
recherchiert, weshalb ihre Romane schon als Berlin-Führer empfohlen
wurden. Nur Details schaffen Glaubwürdigkeit, sagt sie,
weshalb alles authentisch ist: von der Arbeit der Mordkommission, den
historischen und politischen Hintergründen der Stadt vor und nach
dem Bau der Mauer, den Regeln und Gesetzmäßigkeiten des Flugverkehrs
über genaue Milieuschilderungen wie dem chaotischen WG-ähnlichen
Büro des Prostituiertenvereins Migräne bis hin zu
Ort, Zeit und Wetter. Die Migräne-Damen übrigens
gehören zum festen Personal ihrer Romane. Und das kommt nicht von
ungefähr: Pieke Biermann verdiente als Studentin fünf Jahre
lang ihr Geld im Gewerbe, woraus sie nie ein Hehl machte,
und engagierte sich jahrelang in der Huren-Bewegung. Veranstaltungen
mit Pieke Biermann: |
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