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Satelliten
Eine
Ausstellung in der Rathausgalerie
vom 11. März- 5. April 2000
Satelliten
umkreisen ein Zentrum. Die Bahnen bilden die unterschiedlichsten Formen,
sind immer im Bezug zum umkreisten Objekt. Es gibt Satelliten im All und
Stadtsatelliten. In dem neu entstehenden "Stadtsatelliten" Messestadt
Riem wird über die Ausgestaltung der Innen- und Aussenräume,
die Ausstattung der privaten und öffentlichen Räume mit Möbeln
nachgedacht.
Öffentlichkeit, Privatheit und die Schnittstellen dazwischen sind
die Faktoren, die eine Stadtwelt ausmachen.
Thema der Ausstellung des Teams 444 (Peter Haimerl, Hermann Hiller, Eik
Kammerl und Markus Link) ist der Spannungsbogen, der sich zwischen abgeschirmter
Privatheit, calvinistisch zur Schau getragener Privatheit und der für
Stadt nötigen Öffentlichkeit aufbaut. Strassen, Plätze
werden möbliert. Wohnungen werden möbliert. Möbel sind
Katalysatoren, die diesen Spannungsbogen repräsentieren.
Die zukünftigen Bewohner des neuen Stadtsatelliten Messestadt
Riem wählen Möbel aus, die später ihr eigenes Wohnumfeld
prägen werden. Diese Möbel werden für den Zeitraum der
Ausstellung in einem heillosen Durcheinander neue Ensembles ermöglichen.
Die einzelnen Stücke einer Möbelfamilie bewegen sich auf fest
zugewiesenen Satellitenbahnen. Es findet sich die Fernseherbahn, die Sofabahn,
die Schreibtischbahn usw. Die Bahnen kreuzen sich, schneiden sich, berühren
sich. Wohninseln werden erschaffen, die nichts mehr mit der funktional
bestimmten Ausstattung eines Wohn- oder Arbeitsraumes zu tun haben.
Die prunkvolle ehemalige Kassenhalle des Rathauses bildet den außergewöhnlichen
Rahmen für diese Inszenierung neuer Wohnlandschaften als Bild der
Wohn- und Lebenskultur der Stadtbewohner. In dem überdachten und
dennoch öffentlichen Raum entsteht ein komprimiertes Abbild der sonst
versteckten Möbelwelten. Die Zuordnung verschwimmt. In dem Möbelhaus
Rathausgalerie werden die Möbel zu Akteuren, die ihr
eigenes Spiel spielen. Lasst die Möbel los...
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 18.00 Uhr
Eröffnung am 10.3., 18.00 Uhr, mit Kulturreferent Prof. Julian Nida-Rümelin
Ein Projekt
des Kulturreferats/Bildende Kunst
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