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Ausstellung Eine Ausstellung
in der Monacensia München ist für viele Schriftsteller und Publizisten aus aller Welt ein Zufluchtsort. Im eigenen Land durften sie ihren Beruf nicht ausüben, hatten keine Publikationsmöglichkeiten oder mussten sogar um ihr Leben fürchten. Im Exilort tauchen neue fundamentale Probleme auf, weil die Autoren durch ihre Emigration eine überlebensnotwendige Existenzgrundlage, die eigene Sprache, verloren haben. Die Orte der Kindheit existieren nur noch in der Erinnerung. Ein Zurück gibt es nicht. Der neue Kulturraum muss erst erschlossen, die neue Sprache erlernt werden. Wie erleben Schriftsteller in München diesen Prozess? In welcher Sprache schreiben sie? Wo fühlen sie sich zu Hause? Anhand von unterschiedlichen Exponaten - Manuskripten, Briefen, Fotos, Dokumenten, persönlichen Gegenständen, Film- und Tonaufnahmen - werden Einblicke in Leben und schriftstellerische Arbeit von 10 Emigranten ermöglicht. Die Heimatorte und Herkunftsländer - Algerien, Albanien, Chile, Irak, Iran, Montenegro, Russland, Sri Lanka, Tschechien, Türkei - der Exilort München sowie Zwischenstationen der Flucht bilden die Hintergrundfolie für die einzelnen Lebensgeschichten. Zur Ausstellung
erscheint Ende Februar als 9. Band der Reihe monAkzente eine
gleichnamige Anthologie mit Texten der in München schreibenden Emigranten.
Aus der Begegnung zwischen Münchner Journalistinnen und Journalisten
und Exilanten sind Interviews, Portraits und Reportagen entstanden. Die Ausstellung in der Monacensia, Maria-Theresia-Str. 23, ist Mo-Mi 9.00 bis 17.00 Uhr, Do 10.00 bis 19.00 Uhr, Fr 9.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Eintritt frei Veranstalter: Monacensia, Literaturarchiv und Bibliothek München |